Satire

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Ermittler-Sensation! Kult-Schnüffler Columbo soll Rätsel um MH 17 Absturz lösen


Grübelt über die Absturzursache von MH-17 nach. Star-Ermittler Inspecteur Columbo

Das Rätselraten und Kaffesatzlesen im Bereich Flugzeugabstürze geht weiter. Eigentlich kann nur einer diesen Gordischen Knoten entwirren. Augenzwinkernde Berichterstattung von Franz-Shaitan

Die Kriminal-Kavallerie ist da

Es ist die Kriminalsensation des Jahres. Nach vielen Hin- und Her vermuten und Spuren lesen auf einem zertrampelten Tatort mitten in einem Bürgerkriegsgebiet, hat sich die internationale Luftaufsichtsbehörde dazu entschlossen, ein Ermittler-Schwergewicht an die Sache gehen zu lassen. Niemand anderes als der verschrobene Kult-Schnüffler Columbo soll endlich Klarheit in Sachen MH 17 sorgen. „Die Entscheidung Columbo zu schicken war schon einige Tage nach dem bedauernswerten Absturz gefallen“ So ein Sprecher der Luftaufsichtsbehörde „wir haben diese Information allerdings bewusst nicht an die Presse gegeben, da wir erst sehen wollten ob seine Maschine sicher landet“

Columbo, so steht fest, ist jedenfalls sicher in der Ost-Ukraine angekommen und befindet sich auf dem Weg zur Absturzstelle. Die Reise dahin könnte sich allerdings verzögern, da Columbo, laut seines Fahrers, die Wachmannschaften an den Checkpoints in lange ermüdende Gespräche über Mrs. Columbo und seinen Hund verwickelt um kurz nachdem er sich bereits verabschiedet hat sich umzudrehen und zu sagen: „Ach eine Frage hätt ich dann doch noch: Wissen sie eigentlich wer den Flug MH 17 abgeschossen hat?“

Gemeinsames Interesse

Besonders auffällig ist die Reaktion der Kriegsparteien auf das Eintreffen Columbos. Sowohl die Kiewer als auch die Donezker haben der Spürnase bedingungslose Unterstützung zugesagt. „Wir freuen uns darüber, dass ein fähiger Ermittler wie Columbo die Untersuchung übernommen hat. Jetzt kann nur die Wahrheit herauskommen, dass nämlich die Gegenseite die Schuld am Absturz trägt“ klingt es siegesgewiss aus Kiew.

Aber auch die Separatisten-Seite, denen die Mehrheit der deutschen Presselandschaft schon mal vorsorglich den Schwarzen Peter zugeschoben hat, kündigt an Columbo zu unterstützen: „Wir freuen uns darüber, dass ein fähiger Ermittler wie Columbo die Untersuchung übernommen hat. Jetzt kann nur die Wahrheit herauskommen, dass nämlich die Gegenseite die Schuld am Absturz trägt“ gibt ein Sprecher der Donezker Volkswehr auf einer Pressekonferenz bekannt.

Springer wenig angetan

Nicht sehr begeistert vom Engagements Inspektor Columbos ist die deutsche Presse, vorwiegend die Axel-Springer-Verlags AG. KONTER traf BILD Chefredakteur Kai Dieckmann über der Klobrille eines Berliner schicki-micki Clubs. „Die Entsendung Columbos zur Untersuchung des Falls schießt den Vogel ab“ so Dieckmann „Wir haben so lautstark Putin zum Schuldigen erklärt, dass es echt peinlich wäre, wenn jetzt herauskäme, dass unsere Freunde beim rechten Sektor besoffen den falschen Knopf gedrückt haben“. Dieckmann erklärt an der Bar weiter: „Das würden die Deutschen so schnell nicht vergessen und die Fußball WM, mit der wir den Pöbel sonst betäuben nachdem wir Scheiße gebaut haben ist ja leider vorbei. Es müsste sich schon Manuel Neuer vor einen Zug werfen“ Darauf hin verabschiedete sich Dieckmann um zu telefonieren.

Putin bei Blockupy

Was wäre wenn sich Putin mal ein Tag in Deutschland so benehmen würde wie es Bundesdeutsche Politiker á la Frank-Walter Steinmeier auf dem Kiewer Maidan getan haben. KONTER Redakteur David Dubjenko entwirft beißendes Was-Wäre-Wenn Senario

Russlands Präsident Wladimir Putin fand gestern deutliche Worte: „ Wir werden es nicht länger hinnehmen, dass in der Bundesrepublik Deutschland Oppositionelle, die für ihre Freiheit auf die Straße gehen, mit massiver Gewalt und ihrer Verhaftung rechnen müssen“. In einem Telefonat mit Deutschlands Autokratin Angela Merkel machte Putin zudem deutlich, dass „wenn Deutschland teil der demokratische Weltgemeinschaft werden möchte, endlich die Spielregeln akzeptieren müssen, die in einem freiheitlichen Rechstataat üblich sind.“ Mit Blick auf die Oppositionsbewegung die in Frankfurt am Main ihr Zentrum hat und sich selbst den Namen „Blockupy“ gegeben hat, erinnerte Putin an die im vorletzten Jahr stattgefundene brutale Niederschlagung der Aufstände in der deutschen Bankenmetropole. Damals hatte ein massives Aufgebot von Merkels Sicherheitsapparat mittels Wasserwerfern, Tränengas und anderen Waffen die friedlichen Proteste für Gerechtigkeit und Freiheit zerschlagen. Hierbei nahmen Merkels Schergen keinerlei Rücksicht auf Kinder oder alte Menschen, ja nicht mal auf Schwangere. Es kam zu massiven Verletzungen unter den Oppositionellen und rund 500 Festnahmen ( so jedenfalls die offiziellen Zahlen die bezweifelt werden dürfen). Einige Freiheitsaktivisten wurden bereits im Vorfeld verhaftet oder eingeschüchtert und konnten so ihre demokratischen Grundrechte nicht in Anspruch nehmen. Dies verstieß sogar gegen deutsches Recht. Doch das ist in dem sich formal als Demokratie bezeichnenden mitteleuropäischem Land keine Seltenheit. Schon in den Jahren zuvor wurden Proteste der (nicht systemtreuen) Opposition in Stuttgart niedergeschlagen. Die brutalen Szenen ähnelten den in Frankfurt sehr. In den deutschem Medien las man wenig über diese Vorgänge.

Nach Ansicht des k,remelnahen Menschenrechtsaktivisten und Deutschlandexperten Jari Alugov steht es ohnehin schlecht um die Pressefreiheit in Deutschland. „ Es gibt eine kleine Reihe von großen Konzernen, die fast die gesamte Medienlandschaft in Deutschland kontrollieren. Die sind natürlich allesamt Regimenah. Daneben gibt es noch die staatlichen Fernsehkanäle die in Deutschland verschämt „öffentlich-rechtliche“ genannt werden um eine allzu offensichtliche Nähe zum System zu vermeiden. Diese Sender bringen meisten direkt die Propaganda Merkesl in die Wohnzimmer des deutschen Volkes.“ Alugov weiter: „Kritische Stimmen kommen nur ganz selten als Alibi vor. Von den Protesten in Frankfurt wird man wieder kaum etwas erfahren. Wenn überhaupt, wird sich die Propaganda bemühen, das ganze als Randphänomen von wenigen Spinnern abzutun.“

Unterdessen warnt der russische Außenminister Lawrow das Regime in Berlin: „ Sollte Berlin dieses Jahr wieder versuchen, die legitimen Proteste der Opposition für Gerechtigkeit und Freiheit zu unterdrücken, behält sich Russland alle Optionen vor. Wir können schließlich nicht tatenlos zusehen, wie friedliche Proteste niedergeschlagen werden und die Menschenrechte mit Füßen getreten werden. Das russische Militär ist jedenfalls für alle Fälle gut vorbereitet“. Unbestätigten Gerüchten zufolge hat sich Russlands Präsident Putin für die diesjährigen Proteste als Redner angekündigt. Max Feldner, Aktivist der Opposition dazu: „Da wäre ein klares Zeichen für uns, dass wir nicht alleine sind. Diese Geste der Solidarität würde vielen Aktivisten Mut machen.Schließlich könnten wir Freunde gut gebrauchen , wenn wir unseren Traum von einem wirklich gerechten und demokratischen Land in die Tat umsetzten“ so der 23 Jährige Student. Im gestrigen Telefonat mit Angela Merkel, ließ Putin offenbar schon durchblicken, dass Russland im Falle eines Wechsels der Regierung, die demokratischen Kräfte und den Neuaufbau Deutschlands unterstützen würde.

Harte Kritik an Moskaus Kurs kommt dagegen von Bundesaußenminister Steinmeier ( SPD): „ Man stelle sich vor, wir würden uns so massiv in die inneren Angelegenheit Russlands oder eines russischen Nachbarlandes einmischen. Man kann doch nicht einfach die Legitimität einer Regierung in Frage stellen und die Opposition finanziell und politisch unterstützen. Besonders nicht, wenn die Opposition von radikalen Kräften dominiert wird. Nein, dies entspricht nicht unserem Verständnis von Außenpolitik. Schließlich wäre der Aufschrei in Russland groß, würden wir in ihrem Einflussgebiet so vorgehen.